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Medienbranche: Praktika-Offensive startet WebseitePraktikarichtlinien, -bewertungen und mehr ab sofort online unter www.praktika-offensive.de ist ab sofort der Internetauftritt der Praktika-Offensive im Journalismus zu finden. Die Website beinhaltet nützliche Informationen und Tipps für Praktikanten und Praktikabetreuer im Medienbereich. Neben den gemeinsamen Praktika-Richtlinien, die die drei Bündnispartner Deutscher Journalisten-Verband, Deutsche Journalistinnen und Journalisten-Union und Jugendpresse Deutschland im vergangenen Jahr veröffentlicht haben, enthält die Seite unter anderem ein Bewertungsportal für journalistische Praktika. Anhand konkreter Fragen zu Dauer, Betreuung und Inhalten von Praktika können ehemalige Praktikanten ihre Erfahrungen an potentielle Nachfolger weitergeben. Auch Beispiele für Betriebsvereinbarungen zu Praktika und Links zu Ergebnissen von Praktikastudien sind auf den neuen Seiten zu finden.Die Partner der Praktika-Offensive haben es sich zum Ziel gesetzt, mit ihrer Arbeit die Qualität der journalistischen Praktika zu verbessern. Als positives Zeichen aus dem politischen Raum werten sie das aktuelle Positionspapier der SPD-Bundestagsfraktion zum Thema Praktikanten. Die Fraktion hatte in der vergangenen Woche ein Papier verabschiedet, nach dem Praktikanten künftig ein Anrecht auf einen schriftlichen Vertrag sowie auf eine angemessene Vergütung erhalten sollen. Diese Forderungen entsprechen zwei Punkten aus den Praktika-Richtlinien der Praktika-Offensive. Die Richtlinien sehen zudem vor, dass jedem Praktikanten ein qualifizierter Betreuer zur Seite stehen soll, Praktika nicht länger als sechs Monate dauern sollten und dass durch den Einsatz von Praktikanten keine festen Arbeitsplätze eingespart werden dürfen. Ansprechpartner: Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di: Ulrike Maercks-Franzen Bei Rückfragen: Tel. 030/69 56 23 22; Fax 030/69 56 36 57 Deutscher Journalisten-Verband (DJV): Nicole von Stockert Bei Rückfragen: Tel. 030/72 62 79 20, Fax 030/7 26 27 92 13 Jugendpresse Deutschland (JPD): Sebastian Olenyi Bei Rückfragen: Tel. 0163/765 369 4; Fax 030/450 86 559
Initiative "Mittelstand Pro Praktikum" gestartetFaire Spielregeln für Praktika empfiehlt der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW). Mit der Verwendung des Logos "Mittelstand Pro Praktikum" auf ihrer Webseite können mittelständische Unternehmen dokumentieren, dass sie
BVMW-Präsident Mario Ohoven hält es für wichtig und notwendig, dass Universitäten, Studenten und Unternehmen aufeinander zugehen. "Eine praxisnahe akademische Ausbildung ist ein Standortvorteil. Praktika nutzen den Studenten und den Unternehmen, ein späterer Praxisschock wird vermieden. Mit der Initiative 'Mittelstand pro Praktikum' zeigen wir, dass der Mittelstand auch seine zukünftigen Mitarbeiter zu schätzen weiß", so Ohoven weiter.
Praktikanten aller Länder...: Petition an EuropaparlamentDas europäische Praktikantennetzwerk "Generation P", welches von der DGB-Jugend mitbegründet wurde, hat sich im letzten halben Jahr stark vergrößert. Das meldete der Deutsche Gewerkschaftsbund.Mittlerweile gehören dem Netzwerk, welches sich für die Rechte von Praktikanten europaweit einsetzt, sechs Organisationen aus fünf verschiedenen Ländern an; neben Deutschland sind dies Frankreich, Italien, Österreich, Belgien sowie die Praktikanten-Organisation des Europaparlaments (EP) in Brüssel, so der DGB weiter. "Generation P" hat sich deswegen dazu entschlossen, eine Kampagne auf EU-Ebene zu starten. Dazu wird derzeit an einer Petition für das Europaparlament (EP) gearbeitet, die im September beim Jugendkomitee des Europäischen Gewerkschaftsbundes (EGB) vorgestellt wird. Voraussichtlich im November soll eine Podiumsdiskussion im EP zum Thema „Praktika in Europa“ stattfinden. Diese soll den Startschuss für die Unterzeichnung der Petition geben. Zum nächsten Praktikanten-Aktions-Tag, dem 1. April 2008, soll die Petition zusammen mit den Unterschriften offiziell an einen Vertreter des Europaparlamentes überreicht werden.
Journalistenverbände veröffentlichen PraktikarichtlinienDer Deutsche Journalisten-Verband, die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union in ver.di und die Jugendpresse Deutschland haben am heutigen Freitag gemeinsame Richtlinien für journalistische Praktika veröffentlicht. "An vielen deutschen Universitäten und Fachhochschulen beginnen in diesen Tagen die Semesterferien und damit die Hochsaison für Praktika. Passend dazu formulieren unsere neuen Richtlinien Standards, die aus unserer Sicht jedes journalistische Praktikum erfüllen sollte", kommentierte das Bündnis die Veröffentlichung. Die Medien seien nach wie vor eine besonders praktikaintensive Branche, wie auch aktuelle Studien zeigten. Gemeinsame Standards mehrerer großer Journalistenorganisationen seien daher ein wichtiges Instrument, um dem Praktikantenunwesen und unangemessenen Praktikabedingungen entgegenzutreten. Sie sollen Medienunternehmen wie Praktikanten als Handreichung dienen, wenn es darum geht, Praktikaplätze einzurichten und konkrete Vereinbarungen zu treffen.Die Richtlinien sehen vor, dass jeder Praktikant vor Aufnahme der Tätigkeit einen Vertrag erhält, in dem unter anderem Dauer, Betreuung und eine leistungsgerechte Vergütung des Praktikums sowie Haftungsfragen geklärt werden. Jedem Praktikanten sollte ein qualifizierter Betreuer zur Seite stehen. Darüber hinaus dürfen Praktika aus Sicht der drei beteiligten Verbände nicht länger als sechs Monate dauern. In dieser Zeit sollten Praktikanten mehrere redaktionelle Arbeitsbereiche kennen lernen. Keinesfalls dürfen durch den Einsatz von Praktikanten feste Arbeitsplätze eingespart werden. Die drei Verbände hatten sich im vergangenen Jahr zur Praktikaoffensive im Journalismus zusammengeschlossen. Die Partner der Offensive wollen mit ihrer Arbeit die Qualität der journalistischen Praktika verbessern. "Wir appellieren an die Verlage und Sender, sich die neuen Richtlinien zu Eigen zu machen. Sie würden damit zeigen, dass sie Wert auf eine faire Behandlung des journalistischen Nachwuchses legen und sich von den schwarzen Schafen der Branche distanzieren." Praktikarichtlinien der Praktika-Offensive im Journalismus Präambel Um in den Beruf des Journalisten einzusteigen, werden von jungen Journalisten im Rahmen ihrer Ausbildung Praktika absolviert, die ihnen Einblick in den Beruf, Erfahrungen in der journalistischen Arbeit und Kontakte vermitteln. Die Partner der „Praktika-Offensive“ wollen mit ihrer Arbeit in Selbstverpflichtung die Qualität der journalistischen Praktika verbessern, Standards als Empfehlungen für Praktikanten und Praktika-Betreuer vorlegen und auf deren Umsetzung hinwirken. Dazu haben sich die Partner der „Praktika-Offensive“ auf folgende Punkte geeinigt: 1. Vor Beginn des Praktikums wird ein Vertrag geschlossen, in dem folgende Punkte geregelt sind: Dauer, Lernziele des Praktikums, Betreuer/in, Vergütung, Zugriff auf einen Arbeitsplatz, Arbeitszeit und Urlaub, Krankheitsregelungen, Haftung und Urheberrecht. 2. Mit Beginn des Praktikums wird der/die Praktikant/in über seine/ihre Rechte (bspw. Zuständigkeiten des Betriebs- oder Personalrates, Arbeits- und Ruhezeiten) und Pflichten (bspw. Verschwiegenheit, Weisungsgebundenheit) informiert. 3. Der/Die Praktikant/in soll eine leistungsgerechte Vergütung erhalten. Journalistische Beiträge werden vergütet. Ausnahmen von dieser Regelung stellen Pflichtpraktika in der Schulzeit dar. 4. Das Praktikum dauert maximal sechs Monate. 5. Der/Die Praktikant/in erhält eine fundierte Einführung und lernt im Laufe seines/ihres Praktikums mehrere redaktionelle Aufgabenbereiche kennen. 6. Dem/der Praktikant/in steht ein/e qualifizierte/r Betreuer/in zur Seite, der grundlegende Informationen zur Verfügung stellt, Anregungen und Feedback zur Arbeit gibt und ihn/sie nach Halbzeit in einem persönlichen Gespräch beurteilt. 7. Der Einsatz von Praktikanten darf nicht dazu führen, dass Voll- oder Teilzeitstellen eingespart werden. Im Vordergrund des Praktikums stehen die Begleitung der redaktionellen Tätigkeit und dadurch der Erwerb praktischer Kenntnisse und Erfahrungen. 8. Praktikanten werden nicht mit der vagen Aussicht auf ein anschließendes Mitarbeiter-Verhältnis angelockt. 9. Nach Abschluss des Praktikums hat der/die Praktikant/in Anspruch auf ein qualifiziertes Zeugnis, das von dem/der Betreuer/in und/oder der Geschäftsführung/der Personalleitung unterschrieben ist. Das Zeugnis muss Angaben über Art, Dauer, Inhalte und Ziele des Praktikums sowie über die erworbenen Fertigkeiten und Kenntnisse des/der Praktikant/in enthalten. Auf Verlangen des/der Praktikant/in sind auch Angaben über besondere fachliche Qualifikationen aufzunehmen.
Bundesministerium für Arbeit und Soziales: PraktikumsportalDas Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat kürzlich eine Sammlung von Fragen und Antworten rund um das Thema "Praktikum" auf ihren Internetseiten veröffentlicht. Aus gut informierten Kreisen hört man, dass das Ministerium derzeit an der Erstellung einer Internetplattform arbeite, voraussichtlich erreichbar unter generationpraktikum.de. Genaueres wurde dazu noch nicht geäußert. Im Rahmen der Debatte zum Thema "Generation Praktikum" bestätigte der SPD-Mann Swen Schulz lediglich das Vorhaben eines Internetportals, auf dem Praktikanten über ihre Rechte informiert werden sollen.Die Domain generationpraktikum.de wurde noch letztes Jahr vom Ministerium käuflich erworben. Sie war zuvor in Privatbesitz. Damals sagte Thomas Reiter von der Pressestelle des Arbeitsministeriums gegenüber generation-praktikum.de, die Domain sei vorsorglich erworben worden, das weitere Vorgehen befinde sich noch in Abstimmung.
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